Tanzprojekt mit Alan Brooks

 

Viva la Gochsheim  -  Ladys zieht euch um: Wir machen das!


Mädels ich fand´s super! Großes Lob gab es am Ende des einwöchigen Tanzprojektes an der Mittelschule von Star-Tänzer und Choreograph Alan Brooks. Der professionelle Tänzer steht seit dem Jahr 2009 beim Bayerischen Kultusministerium unter Vertrag. Eine in Europa einmalige Zusammenarbeit. Vorher hat er als freiberuflicher Tänzer, Choreograph und Projektleiter in München, London, und Frankreich gearbeitet. Heute ist er einer der erfahrensten und anerkanntesten Tanzpädagogen Deutschlands.

 

28 Mädchen aus der Arbeitsgemeinschaft Tanz der Mittelschule Gochsheim durften am Projekt teilnehmen, erzählt Lehrerin Andrea Orth. Eine Woche lang wurde drei Stunden täglich hart trainiert – mit reichlich Muskelkater. „Das Training war körperlich sehr anstrengend, weil wir Muskeln trainiert haben, die wir sonst nicht brauchen“, erzählen die Mädchen. Bevor es an den kreativen Teil, die Zusammenstellung der Chorographie ging, aktivierten die Schülerinnen durch kleine Übungen den ganzen Körper und machten Zielstrebigkeits- und Sprungübungen. Zwischen den Übungen gab es Momente nur für uns, erzählt Nina. Wir sollten die Augen schließen und nur an uns oder an gar nichts denken.

 

Für einige Mädchen war es echt schwer einmal nur ruhig dazustehen und nicht an den Haaren herumzuspielen oder die Arme zu bewegen, erzählt Lehrerin Orth. Heute am Ende der Woche, muss ich sagen: Unsere Mädchen haben viel fürs Leben mitgenommen. Sie haben viel gelernt über Körpersprache, Körpergefühl, Disziplin (ganz wichtig), Selbstwertgefühl und die Tatsache sich selbst etwas zuzutrauen, sich selbst ernst zu nehmen, resümiert Andrea Orth. Sie leitet die Schularbeitsgemeinschaft seit diesem Schuljahr und hat die Aufgabe von Konrektorin Marianne Mann übernommen, die den Kontakt zu Alan Brooks herstellte.

Konzentration, Energie, Offenheit und Mut aber auch Teamwork, Power, Leidenschaft und Kampf waren gefordert. „Ich bin nicht cool, sagt Alan Brooks. Ich bin kein Breakdancer. Meine Welt ist die Welt des zeitgenössischen Tanzes. Dabei zählt nicht, wie sexy du dich bewegen kannst oder wie hoch du deine Beine bringst“, erzählt er.

Alan Brooks lehrt den Mädchen neben der Choreographie, vor allem ihre Gefühle in Bewegung umzusetzen. So hatte jede auch die Aufgabe, sich einen Soloteil auszudenken, der bei der Tanzpräsentation in zweier oder Dreiergruppen einfließen soll. Die Tanzpartnerinnen sollen respektiert und ihre Andersartigkeit toleriert werden.

Die Schülerinnen sollen sich durch das Projekt ihrer eigenen Leistungsfähigkeit, sowie deren Grenzen bewusst werden und so für ihre Persönlichkeit profitieren, ist auch auf der Internetseite des Staatsministerium für Bildung zu lesen. „Ich finde, dass wir vor allen Zielstrebigkeit gelernt haben“, erzählt  Sandra. „Wir sollten immer so tanzen, als ob wir etwas unbedingt wollen würden. Oft haben wir eine aufrechte Körperhaltung mit Blick nach vorne geübt und wir wurden ermahnt, wenn wir die Arme verschränkten, da diese abweisende Körperhaltung Desinteresse signalisiert“.

„Junge Leuten sollen respektiert und nicht nur beurteilt werden, das ist mein Traum“, sagt  Alan Brooks selbst. „Da ist es was mich antreibt. Meine Tanzworkshops sollen helfen an sich selbst zu glauben“. „Wenn die Schüler am Ende der Woche mit dem Gefühlt nach Hause gehen: Ich bin ich und das ist gut so“, dann habe ich etwas erreicht.

Zum Abschied gibt der rothaarige Tänzer, wie er sich selbst bezeichnet den Schülerinnen mit auf den Weg: „Wenn ihr irgendwann im Leben einmal in Not seid, Zweifel habt, dann erinnert euch daran, was ihr erreichen könnt“.

So wundert es nicht, dass bei der Verabschiedung und einem persönlichen Foto mit Alan bei einigen Mädchen Tränen fließen. Mit seiner offenen, lustigen Art hat es der 38-Jährige geschafft, seine Mädels zu begeistern. Dass ihm seine Arbeit Spaß macht, ist deutlich zu spüren.

Du kannst was. Im Publikum weiß niemand, wie hart ihr in dieser Woche gekämpft und geschwitzt habt, wie ihr euch selbst gefühlt habt. Ladys zieht euch um, kommt zurück und tanzt nicht fürs Publikum, sondern für euch. Ihr könnt nichts falsch machen, so motivierte Startänzer Alan Brooks seine Mädchen vor der Tanz-Präsentation nach einem einwöchigem Tanzprojekt in der Mittelschule Gochsheim. Am Ende zeigten sich Schüler und Lehrer begeistert von der selbst erarbeiteten Darbietung.