Weihnachtswünsche für die Welt

Hauptschüler überzeugen mit Mix aus Musical und Tanztheater
Mit dem selbst entworfenen Stück „Die Erschöpfung der Welt“ haben Gochsheims Hauptschüler in einer gut einstündigen Bühnenshow den weihnachtlichen Gedanken einmal auf eine etwas andere Weise umgesetzt. Und das „vor vollem Haus“, wie Rektor Oskar Dulemba zufrieden feststellte.

Unter der künstlerischen Leitung von Marianne Mann und Rainer Gressel zeigten die Mitwirkenden einen Mix aus Musical, Tanztheater und Schattenspiel mit vielen anspruchsvollen und nachdenklich stimmenden Akzenten. Schon Tradition bei diesen Schulaufführungen haben die treffenden Textbeiträge des ehemaligen Konrektors Norbert Epp, die zwischen den einzelnen musischen Elementen von Schülern und Sprecher Helmut Roßteuscher vorgetragen als Überleitungen fungierten. Die tänzerischen Beiträge entstanden unter der Leitung von Andrea Orth. Besonders beeindruckt waren die Zuschauer vom Lichtertanz, der der Veranstaltung einen stimmungsvollen, weihnachtlichen Abschluss verlieh. 

Auch wenn die Schöpfungsgeschichte nicht unbedingt Weihnachtliches thematisiert, trafen die vielen jungen Mitwirkenden mit ihrer Umsetzung der biblischen Geschichte den Nerv des Publikums. Waldsterben, Wassermangel und Umweltverschmutzung gehen uns alle an – und dass nicht nur zur Weihnachtszeit. Und doch bietet sich gerade diese Zeit für mahnende Worte an, werden Botschaften wie Haindlings „Kleiner Mensch“, Michael Jacksons „Heal the World“ oder Silbermonds „Irgendwas bleibt“ besonders intensiv wahrgenommen.
Vielleicht erfüllt sich so ein Stück der Weihnachtswunsch des mit Spaß und Können agierenden Hauptschulensembles: Dass die Menschen ein Stück weit bewusster mit der Welt umgehen, damit sich die von ihrer Erschöpfung erholen und in Frieden Weihnachten feiern kann. Eine gelungene, weil auch mal ganz andere Weihnachtsaufführung, die von den vielen Besuchern zu Recht mit stehenden Ovationen belohnt wurde.