FRÜHER - HEUTE

Früher1
Die Gochsheimer, die sind hier im Land,
für das Bauen von Schulen wohl bekannt.
Sie lassen sich, damit die Schüler nicht rosten,
deren Bildung wirklich etwas kosten.
Der Chronist sehr wohl zu berichten weiß-
An einer Schule steht es: Ohne Fleiß kein Preis!
So dienten alte Bauten sehr lange der Stoffvermittlung,
doch kam man auch nicht um den Bau neuer Schulen herum
Im 20. Jahrhundert war der Bauboom besonders groß,
es wurden immer mehr Schüler, es war mächtig was los.
Und da muss man die Gochsheimer wirklich loben,
nie hörte man einen der Gemeinderäte toben,
wenn es um das ernste Thema ging:
Wo kommt die neue Schule hin!
1913 wurde das Gebäude in der Grettstatter Straße feierlich eingeweiht
und damit es auch wirklich keiner bereut´,
bekam jedes Schulkind eine Breze zum Andenken,
damals ein feines Geschenk, wer könnte sich heute so etwas denken.
Dieses Haus war wirklich solide gebaut,
es heut noch zu allerlei Zwecken taugt.
Früher2
Zwei schlimme Kriege setzten auch in unserem Ort fast das schulische Leben lahm,
doch schon Ende der 50er Jahre einigen Leuten der Gedanke kam:
Es wäre gelacht, die Buben und Mädchen können auf uns vertrauen, wir werden jetzt eine größere Schule bauen.
Wie freute sich die Bevölkerung, von Deppert bis Pfister,
am Forstinger Weg steht sie, wisst´er.
Früher3
Doch nach zehn Jahren herrschte im neuen Schulraum bedrohliche Enge,
da ab 1970 der halbe Landkreis nach Gochsheim drängte.
So langsam wusste es nämlich jedes Kind,
in Gochsheim die besten Lehrer zu Werke sind.
Ganz auf die Schnelle, eine neue Schule musste her,
und das war ein gewaltiger Fehler, das wusste jeder - hinterher.
Die Bauten von OFRA, in Windeseile waren sie errichtet
Und es ist keinesfalls erdichtet -
Wir alle kennen diesen schäbigen Plunder,
dieses Zeug war wasserdurchlässig und brannte nicht mal wie Zunder
Solche Gebäude waren für Gochsheim wirklich keine Zier,
deshalb sieht man seit 1997 eine ganz neue Schule hier.
Wir wünschen diesem Schulhaus jedenfalls Gottes Segen und langes Leben.
25 Jahre sind zu schlagen, das müsste allemal gehen.
Erleben wir, die Verfasser diese Bericht4es, noch eine neue Schule hier,
das wär´ gar nicht witzig,
denn dann liegt das Rentenalter bei 75.

Die Zahl der Schulen, man kommt gar nicht mehr klar,
welche ist verschwunden und welche ist noch da.
Wollte man einen "Ureinwohner" unseres schönen Ortes nach der Schule fragen,
wir glauben, er könnte uns keine rechte Antwort sagen.
Und nach kurzem Überlegen wir er verschmitzt lächelnd sagen:

"Wessta, da fröchst am bestn unnern Bürgermesta."