Beim Tanzen die Gefühle ausdrücken


Mit Tanzen kann man seine Gefühle ausdrücken, zeigen, ob man fröhlich, traurig, nachdenklich, mutig oder auch ärgerlich ist. Das bewiesen die etwa 200 Schüler aus Stadt und Landkreis Schweinfurt, die auf der Bühne der Fritz-Zeilein-Halle ihr tänzerisches Können unter Beweis stellten.

Dass dabei jede Menge Glücksgefühle freigesetzt wurden, blieb ohne Frage. Ob HipHop, Rap, Freestyle, Klassik oder ein englischer Adelstanz – die 20. Ideen-Tanzbörse war ein voller Erfolg. Auch Marianne Mann saß mit im Publikum, die vor 20 Jahren die Tanzbörse initiiert hat. Im vergangenen Jahr hatte sie die Organisation in die Hände von Andrea Orth, Lehrerin an der Mittelschule Gochsheim, gelegt.

Neben Gochsheims Bürgermeisterin Helga Fleischer, Landrat Florian Töpper und Schulrat Roland Hoch gab es weitere Prominenz im Publikum: Die Schweinfurter Break-Dance-Gruppe „Dancefloor Destruction Crew“, die sich über deutsche Grenzen hinaus einen Namen gemacht hat, feuerte aus der ersten Reihe die Schüler an.

„Habt keine Angst vor der Bühne. Ein bisschen Lampenfieber gehört dazu“, wandte sich auch der Landrat an die Schüler. Die Bürgermeisterin freute sich indes auf eine Veranstaltung aus „Spannung und Eleganz“.

Tanzen sei die beliebteste Sportart dieser Zeit. „Tanzen ist nicht nur Sport, sondern auch Kunst“, sagte Fleischer und hob den Spaß an der Sache hervor. „Hier zeigen die jungen Tänzer ihr Können, aber es geht nicht darum, irgendwelche Medaillen zu gewinnen.“

 

Wie wichtig Rhythmusgefühl und Körperbeherrschung sind, zeigten Kinder aus elf Schulen der Region in 17 Darbietungen. Wie schon in den Jahren zuvor war auch die Mittelschule aus Zeil (Landkreis Haßberge) wieder dabei.

Während die Grundschüler der Auen-Schule mit „The noble Duke of York“ den englischen Adel würdigten, zeigten die Schweinfurter Celtis-Schüler mit ihrem „Remix 1“, warum Hut, Band und gute Laune beim Tanzen unerlässlich sind.

Als kleine Geister traten die Mädchen der Grundschule Gerolzhofen auf. Außerdem hatten die Gerolzhöfer zum 20-jährigen Bestehen der Tanzbörse eine besondere Einlage in petto: externe Tänzer der Faschingsgesellschaft Helmbrechts, die mit Spagat, Überschlägen, Drehungen und Sprüngen begeisterten.

Einen Auszug aus ihrem diesjährigen Stück „Schwanensee modern“ gaben die Schüler der Montessori-Mittelschule aus Schweinfurt zum Besten. Wie man auch die Kleinsten in eine Choreographie einbindet, zeigten weitere Montessori-Schüler in ihrem Tanz zu „Swagger Jagger“ und holten Kindergartenkinder auf die Bühne.

Als Hamster geschminkt führten die Schüler der Albert-Schweitzer-Grundschule (Schweinfurt) den „Hamster-Tanz“ auf. Rockig ging es im Mix „When the beat drop out“ der Mittelschule Werneck zu. Da wippte schon das ein oder andere Zuschauerbein mit.

Den Abschluss machte die Mittelschule Gochsheim mit ihrer Choreographie „Zeig mir, wie du tanzt und ich sag dir, wer du bist“. Nach einer kurzen Pause ging der Tanzspaß für 160 Schüler weiter: Sie durften in Workshops mit den Jungs der „Dancefloor Destruction Crew“, ihr Können um einige „Moves“ aus dem Breakdance erweitern.

 

 

Mainpost 15.07.2015